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Mathematikdidaktisches Kolloquium

Datum Gastredner Thema Ort
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
15.01.2026
16:30
Prof. Dr. Daniel Frischemeier
Universität Münster
Förderung von Data Literacy im Mathematikunterricht der Primarstufe

Zusammenfassung


Daten sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken – sie beeinflussen Entscheidungen und prägen die Berichterstattung in den Medien. Um Schüler:innen auf eine zu- nehmend datengetriebene Welt vorzubereiten, ist die Förderung von Data Literacy von zentraler Bedeutung. Erste Schritte können und sollten bereits in der Primarstufe erfolgen. Dies erfordert fachdidaktisch fundierte und innovative Zugänge wie zum Beispiel das Arbeiten mit authentischen Datensätzen im Rahmen eines Datenanalysezyklus, das frühzeitige Erlernen grundlegender Operationen mit Daten sowie die Nutzung digitaler Werkzeuge zur Datenvisualisierung und -exploration. Dieser Vortrag gibt Einblicke in konkrete Unterrichtsideen zur Umsetzung dieser Ansätze und präsentiert ausgewählte empirische Ergebnisse zur Förderung von Data Literacy im Mathematikunterricht der Primarstufe.
[Abstract]
E28
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
29.01.2026
16:30
Prof. Dr. Bettina Rösken-Winter
Universität Münster
Professionalisierung von (angehenden) Mathematik-Lehrkräften: Entwicklungen, Erkenntnisse und Perspektiven aus Forschung und Praxis

Zusammenfassung


Die Professionalisierung von angehenden Mathematik-Lehrkräften lebt von wirksamen Lerngelegenheiten, die kognitive sowie affektiv-motivatonale Dispositionen gleichermaßen ansprechen. Anhand verschiedener Beispiele wird das Zusammenspiel der verschiedenen Dispositionen betrachtet und die Relevanz für die Professionalisierung von angehenden Lehrkräften herausgestellt. Die Professionalisierung von praktizierenden Mathematik-Lehrkräften gelingt nur, wenn Fortbildungsangebote wirksam gestaltet, implementiert und nachhaltig verankert werden. Im Vortrag wird der Blick auf zentrale Ergebnisse der Forschung zur Fortbildungsforschung im Fach Mathematik und deren Beitrag zur Weiterentwicklung der Lehrkräfteprofessionalität gerichtet. Insbesondere wird anhand von Beispielen aufgezeigt, wie Expertise von Lehrkräften, aber auch Multiplizierenden, in Fortbildungen und Qualifizierungen situiert, handlungsnah und praxisrelevant sowie veränderungssensibel erfasst wer- den kann.
[Abstract]
E28
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
30.04.2026
16:30
Caroline Marx
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Von den Teilen zum Ganzen – von empirischen Grundlagen bis zur Entwicklung einer digitalen Lernumgebung zur Förderung des Teil-Ganze Verständnisses

Zusammenfassung


Das Teil-Ganze-Verständnis ist ein zentraler Entwicklungsschritt im mathematischen Anfangsunterricht und Grundlage für weiterführende arithmetische Kompetenzen. Der Vortrag fragt, welche theoretisch und empirisch fundierten Gestaltungsprinzipien für digitale Lernumgebungen geeignet sind, um dieses Verständnis systematisch zu fördern. Zunächst werden empirische Grundlagen aus Sicht der Lernenden, der Lehrkräfte und der digitalen Medien vorgestellt. Drei Studien zeigen, welche Bedeutung das Teil-Ganze-Verständnis für frühe Lernprozesse hat, welche Bedingungen den Medieneinsatz beeinflussen und inwiefern aktuelle Apps passende Lerngelegenheiten bieten. Daraus wird der Bedarf abgeleitet, digitale Umgebungen zu entwickeln, die dieses Verständnis gezielt unterstützen. Anschließend wird ein erster App-Prototyp beschrieben, der auf einem Design-Thinking-Ansatz basiert. Erste Evaluationen im Prä-Post-Design liefern Hinweise auf Wirksamkeit und Implikationen für die Weiterentwicklung. Eine abschließende Synthese bündelt die Perspektiven und leitet zentrale Gestaltungsprinzipien ab.
[Abstract]
E28
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
28.05.2026
16:30
Prof. Dr. habil. Lars Meyer-Jenßen
HMU Health and Medical University Erfurt
Mir wurde so oft in Mathe gesagt: „Das ist falsch“, dass ich irgendwann dachte, ich sei falsch. Die Scham von Grundschullehramtsstudierenden im Fach Mathematik

Zusammenfassung


Scham ist eine unangenehme aktivierende Emotion, die eng mit dem Selbst verbunden ist und in sozialen Kontexten erlebt wird. Das Lehramtsstudium stellt einen derartigen sozialen Kontext dar, in dem Studierende beispielsweise gemeinsam mit Kommiliton:in-nen an Projekten arbeiten, Vorträge halten oder sich anderweitig in Leistungssituationen sozial exponieren müssen. Studien zeigen, dass Lernende vor allem im Fach Mathema-tik Scham erleben, weil sie den Eindruck haben, dass das Risiko eines Misserfolgs, z.B. bei der Bearbeitung einer Problemlöseaufgabe, hoch und dieser Misserfolg auf man-gelnde Begabung zurückzuführen sei. Der Vortrag thematisiert Scham in Mathematik speziell bei Grundschullehramtsstudierenden und geht dabei vor allem auf Möglichkeiten der Erfassung sowie auf Prädiktoren und Effekte der Scham ein. Es wird ein Einblick in ein aktuell laufendes DFG-Projekt gegeben, in dem die Entwicklung der Scham während des Praxissemesters untersucht wird. Mögliche Interventionsmöglichkeiten für Dozie-rende werden vorgestellt.
[Abstract]
E28
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
18.06.2026
16:30
Prof. Dr. Katrin Polka und Dr. Michael Kallweit
Ruhr-Universität Bochum
KI in Schule, Hochschule und Forschung – Einblicke in ausgewählte mathematikdidaktische Projekte

Zusammenfassung


KI eröffnet neue Möglichkeiten für Lehren, Lernen und Forschen und gewinnt damit auch für die Mathematikdidaktik zunehmend an Bedeutung. Der Vortrag gibt Einblicke in ausgewählte Projekte der Arbeitsgruppe „Didaktik der Mathematik“ der Ruhr-Universität Bochum zum Einsatz von KI. Die vorgestellten Vorhaben fokussieren verschiedene Settings beim Mathematiklernen in Schule und Hochschule, beispielsweise einen Chatbot für Modellierungsaufgaben, eine App zur interessenbezogenen Anpassung von Sachaufgabenkontexten oder KI-generiertes Feedback in digitalen Mathematikaufgaben. Darüber hinaus werden Einsatzmöglichkeiten von KI bei der Unterstützung mathematikdidaktischer Forschung präsentiert, beispielsweise ein Tool zur Analyse von Laut-Denk- Protokollen. Anhand der vorgestellten Projekte werden Möglichkeiten und Grenzen von KI in der Mathematikdidaktik diskutiert.
[Abstract]
E28
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
02.07.2026
16:30
JProf. Dr. Taha Kuzu
Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd
KI-Einsatz im Mathematikunterricht der Grundschule – Promptingprozesse von ein- und mehrsprachigen Lernenden

Zusammenfassung


Im Vortrag mit dem Titel „KI-Einsatz im Mathematikunterricht der Grundschule - Promptingprozesse von ein- und mehrsprachigen Lernenden“ geht es um qualitativ-rekonstruktive Einblicke in eine Design-based Research Studie, in dessen Rahmen eine Lehr-Lernumgebung zur Förderung von a) mathematischen Problemlösekompetenzen im Rahmen von Fermi-Aufgaben sowie b) KI-Kompetenzen auf Basis eines didaktisch reduzierten Prompt-Engineering Trainings entwickelt wurde. Im Vortrag werden einerseits Hintergründe des KI-Einsatzes in didaktischen Kontexten beleuchtet, andererseits Promptingprozesse von ein- und mehrsprachigen Lernenden thematisiert, um so Rückschlüsse auf Gelingensbedingungen des KI-Einsatzes in didaktischen Lehr-Lehrkontexten zu ziehen.
[Abstract]
E28
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
16.07.2026
16:30
Dr. Veronika Manitius
Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule
Evidenzgestützte Qualitätsentwicklung im Schulsystem – Transferprozesse gelingend gestalten

Zusammenfassung


Evidenzgestützte Qualitätsentwicklung gilt als Schlüssel für nachhaltige Schulentwicklung – doch wie gelingt der Transfer von Forschung in die Praxis wirklich? Zwischen Daten, Konzepten und Klassenzimmer liegen oft große Hürden: fehlende Zeit, Kompetenzdefizite, unklare Zuständigkeiten oder mangelnde Anschlussfähigkeit. Im Vortrag werden Verständnisweisen von Transfer im Schulbereich und Gelingensbedingungen für erfolgreiche Transferprozesse beleuchtet. Dabei werden auch beispielhafte Strategien und Beispiele skizziert und Einblick in die Arbeit von QUA-LiS NRW gegeben.
[Abstract]
E28